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Archiv der Kategorie Wettbewerb

Froher Freitag

Ja, heute geht’s mir so gut, da konnte ich auf diese alberne Alliteration (tut mir leid, das war jetzt wirklich keine Absicht!) nicht verzichten. Mir ging’s zwar diese Woche zwischenzeitlich mal überhaupt nicht gut, weil das Wetter dauernd von warm zu regnerisch und wieder zu warm gewechselt hat und ich einfach nur noch ein einziger Kopfschmerz war, aber mein Wochenfazit ist suuupertoll!

Die allerfrischeste gute Nachricht zuerst: ich hab heute meine Führerscheinprüfung bestanden. Ich freu mich riesig, vor allem weil es zwischendurch ziemlich knapp war, weil ich Nuss doch viermal hintereinander den Motor abwürgen musste. Nachdem mein Fahrlehrer mir dann ein bisschen in den Hintern getreten hatte, so nach dem Motto “du setzt hier gleich die Prüfung in den Sand, willste die noch mal bezahlen?” ging es dann glücklicherweise. Ansonsten bin ich ziemlich stolz auf mich, weil ich eigentlich perfekt gefahren bin. Wenn ich so immer fahre, müssen meine Mitmenschen wenigstens keine Angst haben, sobald ich mich in ein Auto setze. :)

Als Belohnung hab ich gleich mal eine größere Buchbestellung getätigt, und werde dann hoffentlich bald das alles in meinem Briefkasten vorfinden: A Tale of Two Cities und A Christmas Carol von Charles Dickens, Damsel von Susan E. Connolly, Der Gehilfe des Malers von Alexandra Guggenheim, Treasure Island von Robert Louis Stevenson und Warbreaker von Brandon Sanderson. Vorbestellt sind außerdem Magic Bleeds von Ilona Andrews und The Demon’s Covenant von Sarah Rees Brennan. Ich freu mich schon riesig drauf, das alles zu lesen, vor allem, weil es eine schöne Mischung aus Fantasy und Klassikern ist. Besonders gespannt bin ich darauf, wie mir Der Gehilfe des Malers gefallen wird, ein historischer Roman über Rembrandt, weil ich mit historischen Romanen ja schon mal so meine Probleme habe. Aber Rembrandt an sich interessiert mich eigentlich sehr, deshalb hab ich den Kauf mal gewagt.

Momentan lese ich übrigens den Hobbit, weil ich den vor Kurzem in unserer Buchhandlung auf Englisch gefunden habe, da konnte ich ihn natürlich nicht da lassen. Vorher hab ich relativ viel Zeit mit Herr der Ringe verbracht, aber darüber werde ich dann noch mal separat bloggen.

Was mir bei der ganzen Sache noch einfällt, so von wegen Kaufen und Bestellen: ich hab mein Geld bekommen! Mein Geld aus Bingen. Da hab ich auch erst mal einen Luftsprung gemacht, weil es einem doch ein gutes Gefühl gibt, wenn das vom Führerschein etwas entleerte Konto wieder ein bisschen aufgefüllt wird. Dafür noch mal danke!

Sooonst… ach ja! Gute Noten hab ich auch rausbekommen. Meine drei Kursarbeiten, die ich im März geschrieben habe, sind das beste, was ich mir für den Anfang der Qualifikationszeit fürs Abi wünschen könnte. 13 in Deutsch, 13 in Geschichte und 15 in Englisch. Ich bin echt stolz wie Oskar und hoffe, dass das so weitergeht; am Montag schreib ich nämlich Bio, was für dieses Wochenende heißt: lernen, lernen, lernen.

Aber bevor ich heute noch irgendwas mache, wofür man sein Gehirn einschalten muss, guck ich erst mal die neue Folge Vampire Diaries von gestern. Aber danach muss ich an die Arbeit. Hausaufgaben machen sich ja nicht von alleine. Über Entwicklungen im Schreiben gibt’s übrigens auch bald wieder was Neues, hoff ich. :)

Literaturtage in Bingen die Zweite

Also, es hat doch nicht geklappt - weil mein Vater zum Flughafen musste. Aber. Jemand, den ich überhaupt nicht kenne und der da war, hat mir eine Mail geschrieben, ich hätte den 1. Preis gewonnen. Ich bin total baff. Und sprachlos. Und warte darauf, was von den Verantwortlichen zu hören.

Aber bis dahin: danke für die Mail. Wow. Ich wusste nicht mal, dass das erst heute bekannt gegeben wird! Oh Mann. Es tut mir so leid, ich glaube, was Zusammenhängenderes krieg ich heute nicht mehr hin. :D

Literaturtage in Bingen

Morgen beginnen in Bingen die Rheinland-Pfälzischen Literaturtage 2009. (Infos dazu hier.) Am 4. Oktober findet um 14 Uhr die Vorstellung der Anthologie An den Wassern statt, sowie die Verleihung des Preises “Buch des Jahres” und eine Lesung von Hanns-Josef Ortheil. Ich werde wohl mit meinen Eltern hinfahren und mir das anschauen. :)

Das einzige, was mir bezüglich der Anthologie ein wenig Sorgen bereitet, ist, dass ich - nachdem ich den Text zum Lektor gemailt hatte - nichts mehr dazu gehört habe. Allerdings vertraue ich dem Rhein-Mosel-Verlag (der die Edition Schrittmacher herausgibt) eigentlich, dass er das nicht total verballhornt. Ein bisschen mulmig ist mir trotzdem und ich bin schon recht gespannt. Außerdem hoffe ich natürlich, dass wir ein Belegexemplar bekommen. Aber auf jeden Fall werde ich dann bald mal wissen, wie sie aussieht, die Anthologie. (Ich bin so oberflächlich.)

So, noch mal kurz und knapp:

An den Wassern/Buch des Jahres/Hanns-Josef Ortheil | 4. 10., 14 Uhr | Kulturzentrum am Freidhof, Bingen | Eintritt frei 

Steht auch noch mal hier.

Inglourious Basterds, Artemis Fowl und tja 2009

Kleines Update, das wahrscheinlich etwas durcheinander gewürfelt sein wird, weil ich vieles habe, über das ich was sagen könnte, aber wenig, was ich darüber sagen könnte.

Das, was mich momentan am meisten beschäftigt, ist meine Schreibblockade. Ich habe das Gefühl, dass ich einfach nicht genug Zeit habe, geschweige denn davon, nicht ausgeschlafen genug zu sein, um zu schreiben. Deshalb habe ich heute was ausprobiert: Write or Die. Und ich habe ein bisschen was geschrieben. Was ich richtig scheiße finde. Aber ich vertraue darauf, dass mit der Zeit was Gutes bei rauskommt. Außerdem habe ich mich bei NaNoWriMo (National Novel Writing Month) angemeldet, vielleicht kommt ja was bei rum. Andererseits ist das einfach nur verrückt vor mir, weil ich allein im November fünf Kursarbeiten schreibe und zwar meine ersten Kursarbeiten überhaupt.

Aus dem Grund kann ich auch leider nicht zum tja fahren - was wirklich, wirklich schade ist, weil, Leute, schaut mal auf die Gewinner! Ich kenne ein paar und ich freu mich riesig für alle, die ich kenne, und natürlich auch für alle, die ich nicht kenne. Und grade, weil ich Leute kenne, finde ich es extrem doof, dass ich dieses Jahr nicht hin kann.

Ansonsten war ich vor ein paar Tagen mit meinem Geschichts-Leistungskurs im Kino, in Inglourious Basterds. Ich persönlich fand den wirklich eklig, obwohl von rechts neben mir immer kam “neeein, überhaupt nicht!”. Vielleicht bin ich ja komisch, aber spritzendes Blut, Schießereien mit dem Maschinengewehr, das Skalpieren von Leichen und Leuten Hakenkreuze in die Stirn ritzen halt ich für etwas unappetitlich. Wie dem auch sei, obwohl der Film, vor allem was seine Gewaltszenen betrifft, wahnsinnig überspitzt war (was natürlich Absicht war, aber manchmal war es mir trotzdem ein bisschen zu viel), hat er mir ganz gut gefallen. Historisch gesehen darf man es da natürlich nicht so genau nehmen, aber interessant war er trotzdem. Vor allem die Dialoge, also die subtileren Teile, mit ihrem Psychoterror, waren wirklich gut. Ich fand es toll, wie die richtig in die Länge gezogen wurden - dieser Kontrast zwischen den überladenen Gewaltszenen und den simpel aber genial gemachten Dialogen mochte ich.

Was mich übrigens außer Schule noch vom Schreiben abhält, ist, zugegebenermaßen, wahrscheinlich Artemis Fowl. Ich habe gerade die ganze Buchreihe noch mal gelesen und bin jetzt beim sechsten Teil angekommen, dem einzigen Teil, den ich noch nicht gelesen hatte. Ich habe ganze Nachmittage mit den Büchern auf der Couch verbracht - ich liebe sie einfach. Trotzdem werde ich nicht gesondert über sie bloggen; ich halte Artemis Fowl einfach für tolle Fantasy, witzig, gut geschrieben, dramatisch genug, um zu fesseln. Dass ich für keins der Bücher trotz Schule länger als zwei bis drei Tage gebraucht habe, sagt, glaube ich, schon genug darüber aus. (Und nein, damit meinte ich jetzt nicht ausschließlich, dass sie einfach zu lesen sind. :D)

Literaturtage Rheinland-Pfalz

Erinnert ihr euch noch an das hier? Grade eben habe ich aus dem Briefkasten einen Umschlag gefischt, auf dem - zu meiner großen Überraschung - groß “Rheinland-Pfälzische Literaturtage 2009″ stand. Eigentlich habe ich gar nicht mehr mit einem Brief gerechnet. Und eigentlich dachte ich, mein Text hätte da wohl auch nicht so viele Chancen, weil es irgendwie so nach “Heimatbezug” aussah.

Scheinbar ist dem aber doch nicht so, und ich habe es mit la mer unter die Preisträger geschafft. :) Das heißt, dass die Kurzgeschichte zusammen mit den anderen Preisträger-Texten in der Anthologie An den Wassern (Edition Schrittmacher) veröffentlicht wird, worüber ich mich wirklich, wirklich riesig freue. Vor allem, weil ich wieder Teil einer Schrittmacher-Anthologie sein darf. Mal abgesehen davon, dass das der erste nicht explizit für Jugendliche und junge Erwachsene vorgesehene Wettbewerb ist, bei dem ich mitgemacht habe.

Den Text plus Kurzbio soll ich ihnen jetzt noch mal per E-mail zuschicken, damit er an einen Lektor gesandt werden kann. Ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt.

la mer

Dass ich wenig produktiv bin, ist eine Tatsache. Dass ich ungern zu mehreren Wettbewerben den gleichen Text einschicke, ist eine andere. Und die letzte für diesen Eintrag relevante ist, dass es momentan mehrere interessante Wettbewerbe gibt, die aber nicht zum Sankt-Nimmerlein-Tag laufen. Und deshalb heißt es für mich: produktiv werden.

Ich will es versuchen. Meine größten Feinde im Wettlauf mit der Zeit: meine Müdigkeit. Meine Faulheit. Das Internet. Aber Müdigkeit ist auch nicht immer schlecht, weil ich beim Einschlafen (oder zumindest bilde ich es mir ein) hin und wieder die besten Ideen habe. So ist la mer entstanden, bzw. die ersten Szenen, die ich gebraucht habe, um rundherum noch ein paar Dinge drapieren zu können, die das ganze zu einer Geschichte machen. Man nehme eine Themenvorgabe (”An den Wassern”) und einen Wettbewerb. Herausgekommen ist was, und nachdem ich es noch ein bisschen kritisch beäugt habe, werde ich es wahrscheinlich einschicken. Aber erst mal:

ich bin süßwasser, sagt sie. und fügt hinzu: du bist salzwasser. die meisten menschen zieht es zum meer. manchmal bricht akzent ihre worte, nur ganz leicht, wie ein stein im fluss, an dem sich das wasser kurz stößt, bevor es darüber hinweg fließt.

wenn ich müde bin, geht sie hinunter zum bach und wenn sie zurückkommt, hat sie die rocktaschen voller glattgeschliffener steine. ich habe sie geküsst, sagt sie und legt sie mir an die wange. manchmal sind sie noch feucht und sie fühlen sich an wie kühle finger auf der haut.

die küche ist überschwemmt, sage ich, ich habe nasse füße bekommen. du bist empfindlich, sagt sie und stößt sich am pf. ich trage ihr handtücher in die küche hinterher. sie steht barfuß im wasser und wackelt mit den zehen und ich bekomme große lust, ihre sommersprossen zu zählen. jetzt haben wir unseren eigenen see, sie grinst, dass ich die lücke in ihrer oberen zahnreihe sehe. bring mal mehr tücher.

ich habe immer angst vor alltag, denn alltag ist grautag. die schönen tage sind die steintage mit dem vom gras feuchten rücken und den tropfen, die von ihrer haut perlen, ohne dass die sommersprossen schlierig werden. ich bin gar nicht ausgewandert, sagt sie. nein, ich bin nur weitergeflossen.

(Aus la mer, Februar 2009)

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