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1.3.2010 von Franziska Kurtz.
Anfang
letzten Jahres habe ich R. J. Andersons Knife gelesen (und sogar drüber gebloggt), und seitdem sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Weil es einfach die niedlichste Fantasy war, die ich je gelesen habe, mit winzigen Feen, die winzige, liebenswerte Charakterzüge haben und einer ganz wunderbaren Geschichte.
Und jetzt werde ich wahrscheinlich ein bisschen spoilern.
Vor kurzem hab ich mir Rebel nun endlich bestellt und es innerhalb kürzester Zeit gelesen. Obwohl das gar nicht so einfach war wie bei dessen Vorgänger. In Knife habe ich total schnell hineingefunde, da wird man direkt in die Handlung hineingesogen, die auch gleich recht actiongefüllt ist, weil Knife so eine kleine Kriegernatur ist. :D Bei Rebel fand ich das um einiges schwieriger. Erst mal gab es gleich zwei Figuren, an deren Blickwinkel ich mich gewöhnen musste (weil abwechselnd sowohl aus Timothys Sicht als auch aus Lindens Sicht erzählt wird). Und dann: info dumping. Das war mir etwas zu viel. Zur Erklärung: man ist vorher eigentlich nie aus dem Oakenwyld rausgekommen, also dem Haus/Garten, wo Knife und die anderen Feen leben, nur ein einziges Mal und das war ein recht kurzer Ausflug. Und auf einmal gurke ich mit den Figuren in London rum und in ganz England und Wales und meine Güte, die ganze Hintergrundgeschichte! Es gab auf einmal so viele Informationen über die Feen außerhalb und die Vorgeschichte und was nicht noch, hinzu kam noch Timothys eigene Geschichte- also, es war ein bisschen anstrengend. Aber ich bin zum Glück dran geblieben (konnte es mir auch leisten, die Kursarbeiten fangen erst jetzt wieder an) und hab dadurch dann doch noch reingefunden. Und bin kleben geblieben. Wie es ja eigentlich nicht anders zu erwarten war.

Und jetzt aber: SPOILER. Eigentlich habe ich schon relativ früh vermutet, dass die geheimnisvolle Empress vermutlich Jasmine ist, die ja an der ganzen Misere der Feen im Oakenwyld schuld war. Bei Knife hatte ich so früh noch keine Vermutungen (und später eigentlich auch nicht), aber das hat mich nicht weiter gestört. Außerdem hatte dieses Buch eines, worauf wir Frauen ja total stehen: einen Bad Boy, der aber eigentlich, tief im Innern, gut ist! Rooob. :D Auch als es den Anschein hatte, dass er gaanz abgrundtief böse ist, habe ich natürlich noch an ihn geglaubt. (Also bitte, die paar Zweifel zählen nicht.) Und er ist ganz klar einer meiner Lieblingscharaktere aus diesem Buch. Wobei ich Wink und Thorn, zwei Feen, die man schon aus dem ersten Buch kennt, auch furchtbar, furchtbar mag! SPOILER ENDE.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, dieses Buch zu lesen. Ich mag Fortsetzungen im Allgemeinen und besonders zweite Bücher, wobei das angeblich immer die schlechtesten in einer Reihe sind. Hier bin ich fast geneigt zu sagen, dass das zutrifft, aber dazu warte ich erst mal das nächste Buch ab. Das erst im Januar 2011 rauskommt. :(
Noch zwei Wörtchen zu Percy Jackson - Diebe im Olymp, den ich am Samstag gesehen habe. Zu meiner Verteidigung: ich wurde eingeladen. Ich muss auch sagen: ich fand den Film richtig schlecht. :D Eigentlich schade, weil ich Chris Columbus doch mag. Aber das hat die Sache auch nicht besser gemacht. Ach, immer dieses seelenvolle Versinken in den Augen des anderen von Percy und Annabeth (wobei ich ehrlich nicht weiß, was sie an ihm findet, und keines der Mädels, mit denen ich im Kino war, versteht diese meine negativen Gedankengänge bezüglich Percy). Immer dieser… exorbitant logische Plot! Diese brillianten Jungschauspieler! Wuahahaha. Verzeihung. (Aber der Darsteller, der Percy gespielt hat… der konnte wirklich nicht spielen!) Wodurch der Film allerdings um Längen besser wurde: Sean Bean und Rosario Dawson, die zwei meiner Lieblingsschauspieler sind. Ich hab’s schon mal bei der Päpstin gesagt: es gibt Leute, die einen Film gut machen. Allerdings- hier hat das auch nicht mehr viel geholfen. Aber ein Gutes hatte die ganze Sache. Es war saulustig.
EDIT: Wuah! Ich hab endlich rausgefunden, wie ich es anstelle, dass die Bilder und der Text nicht so zusammenkleben!
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24.2.2010 von Franziska Kurtz.
… aber erst mal kurz was anderes. Ich habe vorgestern die Druckfahne von So was fragt man nicht bekommen, die zum Besabbern schön wunderhübsch ist. Ich freu mich schon sehr darauf, die fertige Zeitschrift in Händen zu halten!
Und jetzt zurück zum Beitragstitel. Am Sonntag war ich mit meinen Eltern und meinem Bruder in Sherlock Holmes (nach einigen Startschwierigkeiten, wir wollten eigentlich schon in der ersten Woche rein), und ich wollte eigentlich schon die ganze Zeit drüber bloggen, aber es kam immer wieder was dazwischen. Und wenn ich dann mal Zeit hatte, habe ich es natürlich vergessen. ;)
Ich liebe Robert Downey Jr. Sehr. Er erinnert mich zwar extrem an Hugh Laurie, aber er hat durchaus was eigenes und etwas, das meiner Meinung nach sehr gut zu Sherlock Holmes passt. Klar, er ist jetzt nicht unbedingt der Sherlock Holmes aus Doyles Büchern, aber er ist ein Sherlock Holmes. Überhaupt haben mir die Schauspieler in diesem Film ausnahmslos gefallen, neben Robert Downey Jr. insbesondere Jude Law, Rachel McAdams und Eddie Marsan.
Was ich nicht so übermäßig gelungen fand, war der Plot. Mit dem ganzen übernatürlichen Kram hab ich kein Problem, ich finde es eher faszinierend, wenn das dann doch auf ganz rationale Weise aufgeklärt wird, und auch Doyle hat das ja gerne mal gemacht. Aber im Film fand ich die Geschichte einfach ein wenig zu abstrus und ich hab nicht wirklich alles verstanden. Ich habe auch das Problem, dass ich Filme/Theaterstücke normalerweise mehr als einmal sehen muss, um wirklich alles zu begreifen, vermutlich, weil ich einfach nichts zum Lesen habe, wo ich mich im Notfall auch noch mal ein paar Sätze oder Seiten zurückhangeln kann. Hier hätte ich das jedenfalls mal gut gebrauchen können, denn ab einem gewissen Punkt (ach Quatsch, eigentlich schon am Anfang- was sollte das? :D) bin ich nicht mehr so wahnsinnig gut mitgekommen.
Aber die Dialoge haben das wieder wettgemacht. Total klasse und die meiste Zeit über auch gut übersetzt. Der Tatsache wegen, dass ich den Film trotzdem sehr gerne auf Englisch sehen würde, werde ich mir die DVD aber kaufen, und dann hoffentlich auch den Plot ein bisschen besser verstehen. Denn selbst wenn der nicht ganz das Gelbe vom Ei ist, hat Sherlock Holmes es mir in jedem Fall angetan, ganz besonders mit der Besetzung. Wer auf halbnackte, sich prügelnde Männer seltsame Mystery gepaart mit Witz steht, sollte sich das in meinen Augen angucken. :)
Das einzige, was ich doch etwas befremdlich fand, war, dass da sehr, sehr viele Kinder vor uns saßen. Gut, der Film ist ab 12 freigegeben (wobei man sagen muss, dass die alle noch nicht 12 waren), aber ich finde, Eltern haben die Verantwortung, sich vorab ein bisschen über das zu informieren, was in einem Film zu sehen ist. Menschen- und Amphibienleichen und dergleichen sind meiner Meinung nach nichts für Kinder. Und wenn die Eltern wussten, was man da so zu sehen bekommt, und trotzdem mit den Kindern da reingegangen sind, dann find ich das einfach nur traurig. Leute, geht doch mit euern Kindern in Disney-Filme und den ganzen anderen Kitschkram mit fliegenden Rentieren oder Zahnfeen oder was weiß ich! Für so was ist man nie zu alt. Aber für manche Filme eindeutig zu jung.
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2.2.2010 von Franziska Kurtz.
Und ich hab mir schon eine Erkältung eingefangen. Eine böse. Die mich nachts vom Schlafen abhält, weil ich keine Luft bekomme, und tagsüber so müde macht, dass ich das Gefühl habe, mein Gehirn hätte sich in Luft aufgelöst. Grade versuche ich mich auch von der Müdigkeit abzulenken, weil ich, wenn ich jetzt einschlafe, nur heute Nacht wieder nicht schlafen kann.
Außerdem wartet mein Januar-Fazit schon länger darauf, geschrieben zu werden. Der erste Monat von 2010 ist rum, und es hat eigentlich gut angefangen. Ich war in Musical Highlights, in Elisabeth und in Wicked, alles drei sehr tolle Erlebnisse. Ich habe mein Zeugnis bekommen, das einen sehr hübschen Zweierschnitt hat und mit dem ich sehr zufrieden bin. Ich habe meine Kursarbeitstermine, sind auch alle fein säuberlich eingetragen (einzig ärgerlich: die Bio-Kursarbeit, die mich wohl davon abhalten wird, mit auf Theaterfahrt zu fahren, weil ich Bio einbringen muss). Und ich habe natürlich gelesen.
Über die ersten beiden Bücher diesen Jahres hab ich ja schon etwas ausführlicher gebloggt- die anderen bekommen jetzt nicht die gleiche Behandlung, vor allem aus Unlust und Müdigkeit. Nachdem ich Inkheart gesehen hatte (mocht ich gern, hab ich aber erwähnt, oder?) habe ich ganz furchtbar Sehnsucht (Lessucht?) nach Tintenherz & Co. bekommen. Damit ich die Trilogie auch endlich mal komplett im Regal stehen habe, hab ich mir deshalb auch kurzerhand noch Tintentod bestellt. Mit den ersten beiden Büchern bin ich inzwischen durch, und ich liebe sie immer noch genauso wie beim ersten Mal. (Es müsste jetzt das dritte Mal sein, dass ich sie lese.) Diese Welt wird von Cornelia Funke so fein und detailliert erschaffen, die Charaktere so liebevoll ausgemalt - ich verliebe mich jedes Mal aufs Neue. Sowohl ihre Hauptfiguren als auch die Antagonisten wirken einfach nur so … traumhaft echt. Es ist ein richtiges Paradox, aber eins, das mich immer wieder zu Cornelia Funkes Büchern greifen lässt. Tintentod habe ich noch nicht angefangen, da ich noch ein bisschen was für die Schule lesen muss, aber spätestens nächstes Wochenende werd ich es aufklappen und reinhüpfen. ;) Und ich glaube, ich werde meine restlichen Funke-Bücher auch mal wieder lesen.
Für die Schule lese ich gerade Brave New World von Aldous Huxley und Le bal von Irène Némirovsky. Brave New World mag von der Idee her gut sein und der Plot gefällt mir auch, aber den Schreibstil finde ich… nicht schön. Stellenweise viel zu verwirrend und ich meine, grade bei einer so komplexen Idee sollte der Autor dafür sorgen, dass der Leser nicht in seltsamen Schreibexperimenten verloren geht. Besonders Kapitel 3: katastrophal. Ich hab gar nichts mehr verstanden. Und das lag nicht an der Sprache. Es ist schade, eigentlich.
Le bal von Mme Némirovsky hingegen ist vom Verständnis absolut kein Problem für mich, zeigt mir aber mal wieder mehr als deutlich, dass ich französische Bücher aus dem 20. und 19. Jahrhundert nicht mag. Aber wirklich nicht. Es hat sich bis jetzt bei jedem Buch aus dieser Epoche, das ich für die Schule lesen musste, bestätigt: ich finde sie schrecklich. Dabei gibt es durchaus französische Bücher, die ich mag. Ensemble, c’est tout zum Beispiel (es war LIEBE) und L’élégance du hérisson. Aber mit diesen seltsamen, in meinen Augen fast aufgesetzt wirkenden Büchern kann ich mich einfach nicht anfreunden. Vielleicht hab ich auch ein Trauma von meiner Schulzeit in Frankreich.
Aber ich werde auch das überstehen. Ich habe nämlich noch viel, worauf ich mich freuen kann, darunter noch einige übriggebliebene Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, die ungelesen sind (wie His Dark Materials von Pullman und Elantris von Sanderson). Und außerdem habe ich mir Rebel, die Fortsetzung von Knife, von dem ich letztes Jahr so begeistert war, bestellt, sowie The Secret Garden, worauf ich auch schon ziemlich gespannt bin. (Ein englischer Klassiker, hurra!) Visuellen Genüssen werde ich mich natürlich auch hingeben, unter anderem Holmes im Kino, diese oder nächste Woche, Ciske de Rat, My Fair Lady (das ich heute gucken wollte, bevor ich beinah eingeschlafen wäre) und natürlich Die Drei Fragezeichen Live and Ticking, die diese Woche rauskommen. Ach, ich freu mich. :)
Und jetzt geh ich wieder Tee trinken.
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26.11.2009 von Franziska Kurtz.
Am Montag war ich mit meinem Geschichtskurs (na gut, das war jetzt etwas gnädig ausgedrückt - es war eher die Hälfte) in Die Päpstin.
Ich weiß nicht, ob ich schon mal erwähnt habe, wie wahnsinnig gerne ich ins Kino gehe. Fast so gerne wie ins Musical oder ins Theater. Deshalb freu ich mich auch jedes Mal, wenn wir so was von der Schule aus machen - dann hab ich nämlich gleich noch eine Menge Leute, die mit mir gehen. :)
Da wir jetzt in Geschichte mit dem Mittelalter anfangen, hat Die Päpstin natürlich gut gepasst. An und für sich fand ich den Film ganz gut. Das Buch hab ich nicht gelesen, deshalb kann ich nichts dazu sagen, wie gut oder schlecht es umgesetzt war, und bewerte einfach mal den Film als alleinstehende Sache. Ich denke, die meisten dürften wissen, worum es geht - um Johanna, die wegen ihrer außerordentlichen Intelligenz auf die Domschule gehen darf (wo ihr allerdings das Leben schwer gemacht wird), ein Massaker der Normannen überlebt und daraufhin als Johannes Anglicus ins Kloster geht. Wegen einer “Wunderheilung” wird sie zum Priester geweiht, muss aber schließlich aus Angst vor der Entdeckung fliehen und pilgert nach Rom, wo sie erst Leibarzt des Papstes wird und nach dessen Vergiftung schließlich selbst zum Papst gewählt wird.
Ich finde die Thematik einer Frau als Papst sehr interessant - ich muss deshalb sagen, dass mir auf die Problematik irgendwie zu wenig eingegangen wurde. Es wurde sehr viel von der Lebensgeschichte in diesen Film reingestopft, von frühester Kindheit an (wo ich mich manchmal wirklich gefragt habe: “Ja, wann wird sie denn nun Papst?”), wo man die Zeit meiner Meinung nach eher dazu hätte nutzen sollen, das Innenleben der Figuren etwas näher zu beleuchten. Ich meine: in mir als Frau würde es Konflikte wecken, mich jahrelang als Mann zu verkleiden und das ganze Drum und Dran. Das habe ich ein bisschen vermisst, nicht nur im Script, sondern zum Teil auch in Johanna Wokaleks Darstellung. Den Mann allerdings, das muss man ihr lassen, hat sie größtenteils gut gespielt. Allerdings dachte ich mir bei manchen Sachen nur, wie doof die Leute denn sein müssen, dass sie nicht merken, dass das eine Frau ist. Ein Mann - meinetwegen mag es da Ausnahmen geben, aber das ist meine Beobachtung - beißt sich nicht auf die Unterlippe und schielt so nach oben. Das ist so extrem weiblich, das fällt sofort auf.
Abgesehen davon fand ich die Geschichte manchmal ein wenig vorhersehbar. Vor allem die große, romantische Liebesgeschichte. Von der ersten Sekunde, als Gerold Johanna bei sich aufnehmen wollte, war mir klar, sobald die auch nur ein bisschen erwachsen ist, verliebt er sich in sie und sie sich in ihn und das furchtbare Schicksal wird sie auseinanderreißen. Dann kam hinzu, dass die Sache doch manchmal ein bisschen künstlich angelegt war. Natürlich kommt Gerold genau einen Tag nach dem Massaker der Normannen zurück und natürlich ist Johanna dann schon weg. Natürlich reitet Gerold dann ausgerechnet in Lothars Armee als Feldherr mit nach Rom und sieht nach dem Wassertrick auch natürlich Johanna über eine Mauer lugen. (War ja auch nur sonst wie weit weg, sie hatte eine völlig andere Frisur usw. usf.) Solche Dinge. Und derer gab es noch mehr, blöderweise hab ich natürlich jetzt wieder vergessen, worüber ich mich noch vorgestern so ausführlich ausgelassen habe. :D
Aber! So sehr mich manchmal der Plot und der fehlende Hintergrund gestört haben - es gab da etwas, dass den Film für mich gerettet hat. (Na ja, was heißt “gerettet” - so schlecht fand ich ihn ja nun nicht.) David Wenham! Ich liebe David Wenham! Sobald Gerold sagte, er würde Johanna bei sich aufnehmen, habe ich nur begeistert in die Hände geklatscht und gemeint: “Juhu, dann kommt er öfter vor!” Es gibt einfach Leute, die einen Film gut machen. Und Franzi ist froh. :)
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