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Juli 2010
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Archiv der Kategorie Buchliste

31 Tage - 31 Bücher verlinkt

31 Tage - 31 Bücher

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest: Magic Bleeds
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst: Jan, mein Freund
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch: Torture the Artist
Tag 4 – Dein Hassbuch: Die Welle
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest: Tintenherz
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst: Wicked
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert: A Tale of Two Cities
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert: Die Rebellin
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast: Die kleine Raupe Nimmersatt
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren: Warbreaker
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst: Harry Potter and the Deathly Hallows
Tag 12 – Ein Buch, das du empfohlen bekommen hast: Die Eleganz des Igels
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst: Bartimäus
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit: Der Summstein
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal v.r.: Good-bye and Keep Cold
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal v.l.: The Demon’s Covenant
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen: The Chronicles of Narnia
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt: His Dark Materials
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest: Die Bibel
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast: Emilia Galotti
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast: Die Leiden des jungen Werther
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat: The Lord of the Rings
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat: König Ödipus
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast: Treasure Island
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt: Shrinking Violet
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest: Der Wind in den Weiden
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist: Knife
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt: Das Parfum
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt? Eragon
Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest: The Amber Spyglass
Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst: Urlaubslektüre

Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Ich werd jetzt einfach kurz auflisten, welche Bücher ich für den Urlaub gepackt habe, weil ich noch nicht genau weiß, welches ich als nächstes lesen werde, und weil ich sie auch zum Teil gleichzeitig lesen werde, weil ich 1500 Seiten Sherlock Holmes nicht auf einmal lesen möchte, genauso wenig wie die Bibel.

Also, was hab ich dabei?

  • Don Carlos von Friedrich Schiller
  • Die Bibel - Hoffnung für alle
  • The Chronicles of Narnia von C. S. Lewis
  • Torture the Artist von Joey Goebel
  • Sherlock Holmes - The Complete Stories von Arthur Conan Doyle

Ich freue mich wirklich drauf, das alles zu lesen, und obwohl ich in nächster Zeit wahrscheinlich wieder etwas unregelmäßiger bloggen werde, werde ich natürlich darüber berichten, wie mir die Bücher gefallen haben. Und vielleicht ab und an auch mal wieder über was anderes bloggen!

Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest

Ich lese momentan den dritten Teil von His Dark Materials, The Amber Spyglass von Philip Pullman.

Amber Spyglass

Ich liebe dieses Buch. Es enthält die Szene, auf die ich schon seit Beginn der Trilogie warte (bin immer noch nicht bei ihr angekommen), und es hat eine seltsame und spannende Atmosphäre. Was ich ganz besonders mag sind die Kapitel, in denen Mary Malone bei den mulefa ist. Es ist echt ein tolles Buch, und es zeigt mal wieder meine Liebe für Fantasy, in der die religiöse Autorität angezweifelt und am Ende eventuell besiegt wird.

Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt?

Ich lese selten Bücher, die ich nicht mag, und wenn ich ein Buch nicht mag, dann sehe ich mir auch nicht die Verfilmung an. Es gibt auch ein paar Bücher, die ich wirklich liebe, die ich aber um keinen Preis als Film sehen wollen würde, weil ich denke, dass die Atmosphäre und das Innere der Charaktere einfach nicht so gut rüberkommen würden. Und dann ist da noch eine Trilogie, die ich ein bisschen aus Masochismus gelesen habe (obwohl sie mir stellenweise noch ganz gut gefiel).

Eragon

Ich habe mir von den hübschen deutschen Covern vorgaukeln lassen, die Bücher wären gut, aber ich habe ziemlich schnell festgestellt, dass Eragon nur ein schlecht geschriebener Lord of the Rings ist, bei dem ein paar Sachen ausgelassen und ein paar Kleinigkeiten hinzugefügt wurden. Die Ähnlichkeit ist offensichtlich, sowohl was die Namen der Figuren betrifft, als auch Paolinis schwachen Versuch, eine neue Sprache zu kreieren, als auch die Beziehungen zwischen den Figuren und Völkern. Ich habe den Film nicht gesehen, aber ich finde, dass eine so offensichtliche Kopie (ich sage nicht, dass Paolini in dem Sinne abgeschrieben hat, aber in großen Teilen ist es einfach zu ähnlich) keine solche Aufmerksamkeit genießen sollte, und als ich den Trailer gesehen habe, habe ich beschlossen, dass ich den Film wirklich nicht sehen muss.

Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!

So, ich sitze hier in der Normandie, die Sonne scheint, eine leichte Brise spielt mit meinem… äh, zu kurzen Haar. Es ist wirklich schön hier, das Wetter ist meiner Meinung nach perfekt (ich mag es nicht so warm) und wir waren auch schon am Strand und gehen heute Mittag noch mal, um Muscheln zu sammeln. Deutschland hat bei der WM den dritten Platz gemacht… ja, die Welt ist momentan ziemlich schön. :)

Und jetzt weiter zu Tag 28! Dieses Mal ist es mir nicht schwer gefallen, mich zu entscheiden. Es gibt ein paar Buchverfilmungen, die mir wirklich gut gefallen, so wie Lord of the Rings, Tintenherz, und The Shipping News, aber letzteres zum Beispiel ist schon ziemlich lange her und das Buch habe ich auch nicht gelesen. Eigentlich ist das etwas, was mir relativ selten passiert, denn normalerweise lese ich zuerst das Buch und gucke dann den Film. Aber es gibt da noch ein Buch, wo das auch so war, und ich liebe sowohl das Buch als auch den Film. Aber den Film noch ein klein bisschen mehr. Dieses Buch ist Das Parfum von Patrick Süskind.

Das Parfum

Ich finde das wahnsinnig faszinierend, jemanden zu schreiben, der eigentlich alles riechen kann. Was Grenouille tut, ist zum Teil sehr morbide, aber er tut es oft auf sehr poetische Art und Weise und das gibt seinen Handlungen eine seltsame Schönheit. Der Film bringt das unglaublich gut rüber, und Ben Whishaw als Grenouille ist einfach genial, genau die richtige Mischung aus abstoßend und faszinierend. Außerdem spielen noch zwei weitere meiner Lieblingsschauspieler mit, nämlich Corinna Harfouch und Alan Rickman. Das ist natürlich nicht der einzige Grund, aus dem ich den Film mag, aber es spielt schon mit rein. Ich weiß, dass mein Vater findet, dass im Film zu viel ausgelassen wurde, aber ich persönlich finde, dass nur Sachen fehlen, die nicht unbedingt notwendig sind, dass die Geschichte so gestrafft ist, dass die wichtigen Teile übrig bleiben, mit denen die Macher etwas noch Schöneres geschaffen haben, als Das Parfum auf dem Papier ist.

Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist

Langsam wird es richtig, richtig schwierig, weil ich nichts doppelt nehmen will. Und dann ist da ja noch die Tatsache, dass niemand wirklich ideal ist, und wenn eine Buchfigur es denn ist, dann ist sie selten gut geschrieben. Was ich gerne mag: mutige, liebevolle Charaktere mit ihren Schwächen, am liebsten solche, die sich in ihrem Körper wohlfühlen und sich ihrer Wirkung zumindest ein wenig bewusst sind bzw. diese gerade entdecken. Mae (Demon’s Covenant) ist so jemand, Lyra (His Dark Materials) ist jemand auf dem besten Weg dahin, und Knife. Knife ist so jemand, nur irgendwie anders.

Knife

Knife ist erst mal vor allem eins: ziemlich klein. Und ziemlich mutig. Als Fee, die in die Hand eines Menschen passt, bekämpft sie Krähen und beschützt die anderen Feen. Ganz zu Anfang ist sie ein stures Kind, aber im Laufe des Buches entwickelt sie sich zu jemandem, der auch etwas vernünftiger sein kann, und Opfer bringen kann. Und auch im nächsten Buch, in dem der Schwerpunkt nicht mehr auf ihr liegt, entwickelt sie sich noch weiter, ist verantwortungsbewusster - aber trotzdem ist noch etwas von der alten Knife da. Und diese Mischung gefällt mir.

Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest

Da kann man sich so schwer entscheiden, weil es einfach so viele tolle Bücher gibt, aus denen ich meinen Kindern vorlesen würde! Da sind zuerst mal all die Bücher von Astrid Lindgren, die ich selber verschlungen und geliebt habe, dann Die Kinder von Arden von Edith Nesbit (versuche ich schon lange von irgendwoher auf Englisch zu bekommen), und Tuck Everlasting, was einfach nur so süß ist - genau wie Der Wind in den Weiden von Kenneth Grahame.

Wind in den Weiden

Es ist die Geschichte von der Wasserratte und dem Maulwurf, die gemeinsam viele Abenteuer erleben, und in einem schönen, einfachen Stil geschrieben. Die Tierfiguren sind einfach total… lebendig. Ich mag das an Kinderbüchern. Es gab mal eine Zeichentrickserie, die auf dem Buch basiert, und ich kann mich nur noch an die Stelle erinnern, wo die Kröte aus dem Gefängnis geschmuggelt werden und einen Kittel tragen musste. Das Buch habe ich erst viel später gelesen, aber es hat all die schönen Erinnerungen wieder wachgerufen. Deshalb habe ich mich heute dafür entschieden.

Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt

Ich habe mich für Shrinking Violet von Danielle Joseph entschieden, obwohl es “ziemlich gut beschreiben” nicht ganz trifft.

Shrinking Violet

Es ist die Geschichte von Tere, einem furchtbar schüchternen Teenager-Mädchen, das seine eigene Stimme als Radiomoderatorin findet.  Ich war auch mal ziemlich schüchtern, so sehr, dass ich mich nicht getraut habe, Fremde nach dem Weg zu fragen, obwohl ich mich total verirrt hatte. Ich wollte nicht in einen Laden gehen und mir alleine was kaufen. Ich wollte nie vor der Klasse sprechen. (Davon ist immer noch was übrig. Wann immer ich ein Referat halten muss oder ähnliches, werde ich schrecklich nervös und fange an so schnell zu reden, dass ich fast vergesse zu atmen.) Größtenteils habe ich das jetzt hinter mir. Manchmal schlägt die Schüchternheit noch zu, wenn ich was in einer Sprache sagen soll, in der ich mich nicht ganz wohlfühle, oder so was. Aber obwohl ich inzwischen viel selbstbewusster bin (das Internet hat mir da geholfen, genauso wie das Schauspielern), kann ich mich mit Tere immer noch ziemlich gut identifizieren.

Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast

Ich dachte echt, ich muss heute passen, vor allem, weil ich diesbezüglich wenig Rückmeldungen bekomme. Die meiste Fantasy, die ich lese, würde manchen vielleicht überraschen, so von wegen Blut, Krieg und der ganze Kram, aber letztendlich kriegt man, glaub ich, schon relativ schnell mit, dass ich absoluter Fantasy-Liebhaber bin. Was mir dann aber noch eingefallen ist, ist das hier:

Treasure Island

Ich lese ja auch gerne Klassiker, aber Treasure Island ist vielleicht noch mal was anderes, weil er hauptsächlich aus Piraten und Peng, peng! besteht. Ich könnte mir ganz gut vorstellen, dass die wenigsten darauf tippen würden, dass ich dieses Buch gelesen habe. Aber es hat mir ja auch nicht sonderlich gefallen.

Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Ich hab jetzt nicht bei jedem Buch einzeln nachgeguckt, aber König Ödipus von Sophokles sieht zumindest am dünnsten aus. Es hat 61 Seiten, inklusive Anhang.

König Oedipus

Obwohl es eine Schullektüre war - denen ich inzwischen immer mehr zugetan bin - fand ich es ganz in Ordnung. Wir hatten ja im Jahr vorher Antigone aufgeführt, und deshalb war ich bezüglich Sophokles recht optimistisch. Die Übersetzung war auch ziemlich gut. (Wir hatten da mal vergleichsweise noch ein paar Stellen einer anderen Übersetzung angeguckt - so ein Geschwall!) Außerdem haben wir uns auch eine Aufführung von einer ausschließlich weiblichen Theatergruppe angesehen, aber da war mir der Ton viel zu aggressiv und von daher hat es mir nicht so gut gefallen. Dadurch, dass es nur Frauen waren, wirkte die Beziehung zwischen Ödipus und Iokaste auch etwas seltsam, und das Rumgeknutsche wirkte gezwungen, à la guckt mal, ich traue mich, eine andere Frau zu küssen!. Aber das Stück mag ich schon.