Wääh. Zeitumstellungen sind scheiße blöd. Wenigstens wird mir die hier durch eine hausgemachte Kirschtasche und einen zwei Kaffee versüßt. Dazu ein bisschen Lord of the Rings, und die Welt ist wieder in Ordnung (obwohl ich momentan sehr langsam bin und The Fellowship of the Ring erst zur Hälfte durch habe).
Aber, fragt man sich, was hat das mit dem Titel zu tun? Ganz einfach: jar nüscht. Der eigentliche Grund für diesen Blogpost ist mein hübsches neues Notizbuch. Ich hatte noch nie ein Notizbuch. Eine Zeit lang waren es lose Blätter, auf die ich meine Gedanken gekritzelt habe, einmal war es ein Schulheft- aber so ein richtiges, echtes Notizbuch hatte ich noch nie. Und wie einige viele alle wohl inzwischen wissen, hatte ich in letzter Zeit ziemlich mit einer Schreibblockade zu kämpfen. Am Montag habe ich dann, auf den Post einer englischen Freundin hin, den Entschluss gefasst, dass ich einfach mal einen inspirierenden Gedankenuntergrund brauche, was vornehmlich daran liegt, dass besagte Freundin schrieb, sie habe ein Notizbuch und Post-its und aaalles, und dann noch zwei Zeilen aus einer ihrer Geschichten zum Besten gab- und es war um mich geschehen. Also bin ich dienstags gleich in die Stadt gezogen und habe mir das hier gekauft:

Und was soll ich sagen? Es hilft. Es stehen schon ein paar Bruchstücke drin, von denen ich die meisten jetzt noch nicht veröffentlichen möchte, weil sie in einem Kontext stehen und von daher sicher noch in einer Geschichte verarbeitet werden, aber so ein zusammenhangloser Satz, das geht ja. Mein kürzestes Bruchstück bisher:
Die Arme und Beine ihrer Kuscheltiere ragten unter der Bettdecke hervor wie Leichenteile.
© Franziska Kurtz, 27.03.2010
Ich weiß, nichts Großartiges. Aber für mich ist es eine riesige Erleichterung, dass die Sätze überhaupt wieder aus mir rauskommen, statt sich hinter dieser dicken Backsteinmauer in meinem Unterbewusstsein zu verstecken. Das macht mich unheimlich froh. Auch irgendwie die Feststellung, dass die Worte ja sehr wohl da sind (und vermutlich auch die ganze Zeit über da waren) und ich nur immer zu lange damit gewartet habe, sie rauszulocken. Ich glaube, das Notizbuch war meine sinnvollste Investition seit Langem. Hoffentlich kann ich die Bruchstücke auch bald zusammenfügen. :)
Und jetzt muss ich mich mal flugs fertigmachen, es geht nämlich nach Stuttgart zu Tanz der Vampire. Ah, Musicals! Was wären Zeitumstellungen ohne sie?