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29.12.2009 von Franziska Kurtz.
Da ich nicht glaube, dass ich dieses Jahr noch zum Lesen kommen werde (morgen heißt es Backen und Kaninchenstall machen und Packen und übermorgen fahr ich über Silvester weg), kann ich meine Buchliste von 2009 wohl gefahrlos posten. Schullektüre ist da jetzt doch drin, weil ich festgestellt habe, dass ich schon kaum noch wusste, was ich dieses Jahr für die Schule gelesen habe.
(1. Frühlings Erwachen von Frank Wedekind)
2. Black Magician Trilogy - The Magician’s Guild von Trudi Canavan *
3. Black Magician Trilogy - The Novice von Trudi Canavan *
4. Black Magician Trilogy - The High Lord von Trudi Canavan *
(5. Jugend ohne Gott von Ödön Horváth)
6. Knife von R. J. Anderson
7. Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier
8. Mein Großvater war ein Kirschbaum von Angela Nanetti
9. Middlesex von Jeffrey Eugenides
10. The Demon’s Lexicon von Sarah Rees Brennan (2x)
(11. Der Schimmelreiter von Theodor Storm)
12. Mistborn - The Final Empire von Brandon Sanderson *
13. Mistborn - The Well of Ascension von Brandon Sanderson *
14. Mistborn - The Hero of Ages von Brandon Sanderson
15. Doktorspiele von Gert Postel
16. Dracula von Bram Stoker
17. Das Geheimnis des Cagliostro von Michael Schneider
18. Artemis Fowl von Eoin Colfer *
19. Artemis Fowl - Die Verschwörung von Eoin Colfer *
20. Artemis Fowl - Der Geheimcode von Eoin Colfer *
21. Artemis Fowl - Die Rache von Eoin Colfer *
22. Artemis Fowl - Die verlorene Kolonie von Eoin Colfer *
23. Artemis Fowl - Das Zeitparadox von Eoin Colfer
24. Das blaue Mädchen von Monika Feth *
25. Adler und Engel von Juli Zeh
26. Jane Eyre von Charlotte Brontë
(27. About a Boy von Nick Hornby)
28. Shrinking Violet von Danielle Joseph
(29. König Ödipus von Sophokles)
30. Wicked von Gregory Maguire
31. A Little Bit Wicked von Kristin Chenoweth & Joni Rodgers
32. Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery
33. Magic Bites von Ilona Andrews
34. Magic Burns von Ilona Andrews
35. Magic Strikes von Ilona Andrews
36. Alice’s Adventures in Wonderland & Through the Looking-Glass von Lewis Carroll
37. To Be Human von A. R.
() = Schullektüre
* = zum wiederholten Mal gelesen, in dieser oder einer anderen Sprache
Geschrieben in Buchliste, 2009 | 5 Kommentare »
19.12.2009 von Franziska Kurtz.
Ich hinke wieder total hinterher. Und eigentlich sollte ich jetzt auch an meinen Kurzgeschichten schreiben, statt zu bloggen. Aber ich kann irgendwie nicht so gut schreiben, wenn ich noch etwas anderes zu tun habe - deshalb erledige ich das jetzt mal zuerst und danach wird fleißig geschrieben.

Die liebe Lisanne hatte mir zum Geburtstag Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery geschenkt. Erst hab ich gedacht hm, ein bisschen schade, ich wollte es doch auf Französisch lesen. Inzwischen bin ich Lisanne dankbar, dass sie mich davor bewahrt hat! Ich bin mir nämlich relativ sicher, dass ich kaum etwas verstanden hätte. (Es macht mir zugegebenermaßen ein bisschen Sorgen, wie eingerostet mein Französisch inzwischen ist.)
Anfangs hatte ich außerdem ein bisschen Angst, dass es mir zu kompliziert wäre. Uff, nee, nicht so was Anstrengendes, wo man sich die ganze Zeit konzentrieren muss. So war es aber gar nicht. Statt dass diese philosophischen Anklänge, die überall mitschwingen, das Buch schwer und langwierig machen würden, tun sie eher das Gegenteil. Das hab ich ehrlich gesagt selten erlebt und ich habe großen Respekt vor Muriel Barbery, dass sie das so gut hinbekommen hat. Mal abgesehen davon, dass sie einen ganz wunderbaren Humor hat. Ich liebe Renée, ihre Concierge, einfach, und das Ende des Buches kann ich ihr daher nicht so ganz verzeihen. Ich habe meinen “Ich runzle böse die Stirn, was ich sowieso höchstens zwei Minuten lang durchhalten kann”-Blick aufgesetzt, nur zu eurer Information.
Schön war aber, wie sich das Buch aufgebaut hat - diese zwei parallelen Erzählstränge, einer aus Renées Sicht und einer aus der Sicht der hochintelligenten, fast dreizehnjährigen Paloma, die Selbstmord begehen will. Es war wirklich recht lustig, wie die beiden manchmal die selbe Meinung von einem der Hausbewohner hatten, wie sie sich ähnliche Gedanken gemacht haben, schließlich beide dieselbe Person näher kennengelernt haben - und wie dann so ihre beiden Geschichten miteinander verflochten wurden.
Aber ganz besonders liebe ich das Buch aus einem Grund: die Protagonistin geht darin aufs Klo. Danke, Muriel Barbery. Danke.
Nachdem ich mit Die Eleganz des Igels fertig war, habe ich was gesucht, was ich lesen könnte, und da Sarah Rees Brennan in den Kommentaren zu einem ihrer Blogeinträge erwähnt hat, dass sie Ilona Andrews toll findet, habe ich beschlossen, es noch mal mit Magic Bites zu versuchen. Weil ich Sarahs Geschmack vertraue. Kurze Zusammenfassung meiner ersten Begegnung mit diesem Buch:
Umzug, kein Internet, so gut wie nichts zu lesen. Dreißig Seiten zähen Dahinfließens. Die mir nach wenigen Zeilen verhasste Badass Progagonistin Kate Daniels. Ein ekliger Vampir. Kapitulation meinerseits.
Und so was war mir mit einem Buch, das ich mir selbst gekauft habe, noch nie passiert. Es tat mir monatelang weh, ein Buch im Regal stehen zu haben, dass ich nicht gelesen habe. Also, zweite Begegnung: Unvoreingenommen sein. Franzi! Unvoreingenommen. Okay, tief durchatmen. Vorsichtig das erste Kapitel lesen und- wuah, ist das GUT. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei oder drei Tagen durch. Und dann hab ich mir die nächsten beiden bestellt. Per Overnight Express. Die ich ebenfalls beide verschlungen habe. Ich weiß nicht, warum ich das erste Buch vor einem Jahr so gehasst habe. Ich versteh es einfach nicht mehr. Es ist geniale Urban Fantasy. Damit können nicht alle Leute was anfangen, auch nicht alle Fantasy-Fans, aber ich gehöre zu den Leuten, die Urban Fantasy lieben. Und Fantasy mit einer bescheuerten Romanze, über die man sich stundenlang aufregen könnte. Mit Konflikten und wunderbaren und furchtbaren Nebencharakteren. Und zu guter letzt: der Humor. Diese Dialoge! Diese Monologe!
Ich bin total verliebt. Und im Mai kommt erst das nächste Buch raus. Irgendjemand muss mich hassen.
Geschrieben in Bücher, Fremdwerk, Rezension | 5 Kommentare »
5.12.2009 von Franziska Kurtz.
Es ist sieben. Es ist Samstag. WARUM KANN ICH NICHT MEHR SCHLAFEN?
Pfuh. Das tat gut. Und da morgens sowieso die beste Zeit ist, um zu denken, habe ich mir gedacht, ich schreibe endlich mal diesen Blogeintrag über all die wicked Bücher, die ich so gelesen habe. Den schulde ich euch nämlich schon lange.
Wicked von Gregory Maguire wollte ich lang, lang schon lesen. Das hängt natürlich höchstens ein klitzekleines bisschen damit zusammen, wie sehr ich das Musical liebe. :D Ich bin dann auf die blöde Idee gekommen, es im November zu lesen (bzw. ich bin vorher einfach nicht fertig geworden), so dass es eine sehr unregelmäßige Lektüre wurde. Und dabei hatte ich mir doch geschworen, nicht so lange für das Buch zu brauchen wie meine Mutter, die es während unseres Umzugs gelesen hat.
Dafür war es dann aber ein bisschen wie eine Reise. Es gab zwar Tage, da habe ich überhaupt nicht gelesen, aber ich habe immer versucht, wenigstens ein paar Seiten zu schaffen - und an manchen Abenden konnte ich mich nicht mehr losreißen. Ja, so entstehen Augenringe.
Das war mal wieder ein englisches Buch, wo ich mich richtig drauf konzentrieren musste, nicht in den langen Sätzen verloren zu gehen. Normalerweise habe ich damit ja keine Probleme, aber wenn man nebenher versucht, 50k in den Computer zu hauen und sowieso noch krank ergo müde ist, dann kann das schon mal anstrengend werden.
Das Schönste war für mich eigentlich, die Charaktere, die man aus dem Musical (vielleicht nur oberflächlich) kennt, ein bisschen besser kennenzulernen. Boq, Nessa, Glindas Freundinnen… die ganze Geschichte zu Dr Dillamond - und dann auch Fiyero, der im Buch so viel anders ist als im Musical. Ich glaube, Fiyero war eine der Figuren, die mir am besten gefallen haben. Der Unterschied zum Musical ist schon ziemlich drastisch, denn im Buch ist er nicht so ein oberflächlicher Schnösel und auch nicht Schwarm aller Frauen. Schon gar nicht der von Glinda. :D
Was ich toll fand, war, dass Boq und Elphaba im Buch eigentlich eine relativ starke Verbindung haben, und die hat mir sehr gut gefallen. Und Elphaba war nicht so naiv wie im Musical am Anfang - sie hat dem Zauberer von Oz gleich von Anfang an misstraut. Insgesamt ist sie furchtbar interessant gewesen - es gehen so viele widersprüchliche Dinge in ihr vor, das macht so viel Spaß, das zu lesen. Man kommt auch als Leser sehr schwer durch ihre kühle Hülle durch, aber manchmal hat sie so seltene Momente, wo man spürt, dass sie traurig oder verzweifelt ist.
Ich finde, das ist das, was Gregory Maguire gut kann: Charaktere. Beim Plot hat er so einiges offen gelassen, das hätte man vielleicht am Schluss ein bisschen besser zusammenknoten können. Aber es gibt ja noch ein weiteres Buch. :)
Nachdem ich mit Wicked fertig war, wusste ich nicht so recht, was ich lesen sollte - es sollte was Unkompliziertes sein. Und da A Little Bit Wicked sowohl das verspricht, als auch etwas mit dem vorherigen Buch zu tun zu haben, habe ich mich schlussendlich dafür entschieden.
Das war auch eine sehr, sehr gute Entscheidung. A Little Bit Wicked ist leicht und bubbly (das Wort passt einfach so gut), witzig, aber manchmal auch ein wenig tiefsinnig. Da ich ein großer Fan von Kristin Chenoweth bin, war es total schön, bei ihr mal ein bisschen hinter die Kulissen schauen zu dürfen und es war sehr interessant, zu erfahren, was sie in bestimmten Situationen während bestimmter Projekte gefühlt hat, wie sie beim Musical gelandet ist (obwohl sie ja eine klassische Ausbildung hat), wie sie beim Fernsehen gelandet ist - und so weiter.
Natürlich will ich auch die “echte” Autorin, die an dem Buch beteiligt war, nicht vergessen: Joni Rodgers, die es wirklich toll hinbekommen hat, Kristin in Worten zu verpacken. Man findet sehr viel wieder von dem, was man glaubt, das es Kristin ausmacht, und es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen. Ich hatte es innerhalb von ein paar Tagen durch. Wenn alle Autobiographien von irgendwelchen Stars so schön und gut geschrieben wären, dann wäre die Welt ein besserer Ort.
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