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27.10.2009 von Franziska Kurtz.
Ich dachte mir, es ist mal wieder Zeit für einen Bücherbeitrag, wo doch noch zwei Bücher unkommentiert sind und ich schon wieder das nächste angefangen habe.

About a Boy von Nick Hornby war eigentlich Schullektüre, die ich ja sonst nicht hier erwähne, aber da ich das Buch in den Ferien gelesen habe und nicht so zum Sezieren gezwungen war (das reading log hab ich schließlich nach fünf Kapiteln aufgegeben…), konnte ich mich ein bisschen mehr darauf konzentrieren, wie es mir denn nun gefällt.
Eine Sache: vielleicht bin ich doof, aber ich weiß nicht, was alle (oder nur die Kritiker?) an dem Buch so wahnsinnig toll finden. Dass ich den Film gesehen habe, ist zwar schon eine Weile her, aber den mochte ich lieber als das Buch; und das passiert gar nicht so häufig. Meine Englischlehrerin hat letzte Stunde die Vermutung geäußert, dass wir viele Witze nur sicher nicht verstanden hätten (Sprache, kultureller Hintergrund), wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass das bei mir nicht der Fall war. Gut, ein paar Mal habe ich beim Lesen durchaus durch die Nase geschnaubt oder grinsen müssen, aber überragend witzig fand ich es jetzt nicht. Was mir ganz gut gefiel, war die Zeichnung der Charaktere, auch wenn Will ein furchtbar unreifer Erwachsener ist. Die Beziehungen waren schön gemacht, finde ich.
Das hat mir dann auch manchmal darüber hinweggeholfen, dass ich die Geschichte zeitweise etwas langweilig und vorhersehbar fand. Schade war das schon, aber es gab ein paar schöne Momente, wie das Singen mit geschlossenen Augen bei Fiona und Marcus, solche Dinge. Also: in den Feinheiten fand ich es ganz gut, aber im Großen und Ganzen war es mir manchmal zu viel Geschwafel.
Ach ja. Ich danke der höheren Fußnotenmacht, dass die Vokabeln in dieser wundervollen Ausgabe nicht am Ende jeder Seite standen. Danke, danke.
Jetzt zu einem Buch, das ich vollkommen freiwillig gelesen habe: Shrinking Violet von Danielle Joseph. Ich war auf ihren Debütroman aufmerksam geworden durch eine Kampagne, die sie gestartet hatte, um zu verhindern, dass der Druck des Buches gestoppt wird. Hab mich dann gleich mal beteiligt und es bestellt. :)
Shrinking Violet ist ein Young Adult-Roman, in dem es um Tere, einen extrem schüchternen Teenager geht. Und sie ist nicht einfach nur schüchtern, sondern es fällt ihr unheimlich schwer, in der Gegenwart anderer Leute zu sprechen, die sie nicht richtig gut kennt. Sie will aber unbedingt Radiomoderatorin werden, was sie dann auch schafft, und das verändert doch einiges in ihrem Leben.
Ich war selber mal schüchtern - nicht so schüchtern wie Tere, gottlob! - und fand es deshalb sehr schön, mal über einen so schüchternen Menschen zu lesen. Anfangs kam mir Tere immer ein wenig “abgekapselt” vor, als würde sie nicht mit den Menschen in ihrem Umfeld fühlen, allerdings hat sich das im Laufe der Zeit gewandelt und ich fand das im Nachhinein sogar gut; weil sie eben nicht so mit ihrer Umwelt kommuniziert hat, wie man das normalerweise tut, da eben nicht so drinsteckte.
Auch hier war der Plot etwas vorhersehbar, aber auf eine andere Art als bei Nick Hornby, auf eine etwas niedlichere Weise. Vor allem die Liebesgeschichte - die obligatorische - besaß ein recht großes Maß an Vorhersehbarkeit, aber mei, es war so süß. Eigentlich lese ich Bücher mit der Thematik “Teenie verliebt sich und versucht, den Schwarm abzubekommen” ja nicht, aber abgesehen davon, dass es hier noch ein paar ausgleichende Faktoren gab, die das besser gemacht haben, finde ich, ab und zu hat man so was mal nötig. Es war jedenfalls genau das richtige Buch, um bei Kerzenschein und mit einem Schwarztee gelesen zu werden.
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