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Buchmesse (17.10.) & An den Wassern

Gleich vorweg: ich hab mir gestern auf der Buchmesse meine drei Belegexemplare der Anthologie An den Wassern am Stand des Rhein-Mosel-Verlags abgeholt, und da steht es schwarz auf weiß: “la mer von Franziska Kurtz (1. Platz)”. Ich freu mich riesig! Jetzt muss ich nur noch irgendwie an meine Urkunde und meinen Preis kommen, weil die hätte ich schon auch gerne. Aus Bingen hab ich allerdings auf meine Mail hin immer noch nichts zurückbekommen, deshalb werde ich morgen mal versuchen anzurufen.

Wie sich jetzt schon alle denken konnten, heißt das, dass ich auf der Buchmesse war. (Ach nein!) Ich bin gestern doch relativ spontan hingefahren, um mich mit Denise aus dem Musicalforum zu treffen, was natürlich zu geballter Musicalfreakkonzentration führte (ja, wir sind schon zweit geballt). Wir waren in der China-Halle, in der Film-und-Media-Halle, dann noch in Halle 4.1 (wegen der Anthologie), die ich mir fälschlicherweise als Halle 3.4 gemerkt hatte :D, und dann haben wir uns Ben Becker angesehen. Beziehungsweise vielmehr angehört. Ab und zu habe ich einen Blick auf seinen schnieken Hut erhaschen können, aber insgesamt standen zu viele Leute vor uns, als dass wir ihn hätten sehen können. (Und Ausdauer-auf-den-Zehen-Steherin bin ich auch nicht.) Es war ganz witzig und sowieso toll, ihn mal zu “sehen”, ich mag ihn nämlich, seit ich ihn vor ein paar Jahren mal auf einer CD ein Gedicht habe lesen hören. Er hat aus seinem Kinderbuch Bruno oder Der Junge mit den grünen Haaren vorgelesen. Es klang echt süß. Wir wollten uns danach eigentlich auch noch ein Autogramm holen, aber der Herr Becker, der dank Bahn schon zu spät gekommen war, hatte auch im Nachhinein leider keine Zeit mehr.

Nachdem Denise mich verlassen hatte :/, ich aber noch ein wenig Zeit hatte, bis mein Zug kam, bin ich noch schnell in Halle 8.0, zu den internationalen Verlägen, wo ich mir eine Tüte besorgt habe (den ganzen Tag hab ich nach welchen Ausschau gehalten!) von London Book Fairs.

Im Zug habe ich mir dann erst mal meine eigene Geschichte zu Gemüte geführt - ja, ich wollte mal sehen, was der Lektor damit gemacht hatte. * Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem ich ein Rechtschreibprogramm habe drüberlaufen lassen, und es mir statt “du bist empfindlich, erwidert sie und stößt sich am pf.” Folgendes vorgeschlagen hat: “du bist empfindlich, erwidert sie und stößt sich am Kopf.”. Da hatte ich mich sogar noch mit meiner Mutter und Schwester darüber unterhalten, dass wahrscheinlich niemand so doof wäre, ernsthaft zu glauben, das gehöre so.

Ich blätterte also durch meine Geschichte, lese die Zeile und denke mir nur noch: “Oh doch.” Hätte ich nicht im Zug gesessen, hätte ich wohl laut geschrien.

* EDIT: Wen die Sache interessiert: der Lektor hat sich gemeldet (Kommentare) und bestätigt, dass nicht er der Missetäter ist, sondern wohl jemand nach ihm brav auf sein Rechtschreibprogramm gehört hat. Nur damit hier niemand zu Unrecht beschuldigt wird. :) So, und jetzt können wir weiter darüber lachen.

12 Antworten auf “Buchmesse (17.10.) & An den Wassern”

  1. Myriam sagt:

    Haha, klasse! Da frage ich mich jetzt allerdings nicht ohne ein gewisses Entsetzen, was der Lektor bei meinem Text so alles verbrochen hat…

    Glückwunsch zum Preis!

    Gruß,
    Myriam

  2. Franziska Kurtz sagt:

    Das Schöne ist: ab jetzt weiß man nicht mehr, hat XY diese Seltsamkeit absichtlich in seinen Text eingebaut, oder war das der Lektor? Aber so macht es ja gleich noch mehr Spaß. :D

    Danke schön und Gruß zurück!

  3. Melly sagt:

    Oh man, das ist schon nicht nur etwas doof! Also, aua :D

  4. Franziska Kurtz sagt:

    Irgendwo ist es doch aber schon auch lustig, oder? (Ich zumindest gebe mir viel Mühe, drüber zu lachen, sonst müsste ich nämlich weinen…)

  5. Melly sagt:

    Wenn man über Blödheit lachen kann, ist es schon ein wenig lustig, ja ;)

  6. Der Lektor sagt:

    Liebe Franziska Kurtz,

    durch Ihren Blogeintrag aufgeschreckt (sollte mir wirklich eine solche Blödheit unterlaufen sein?), habe ich mir gleich noch einmal die Textfassung vorgenommen, die ich an den Verlag weitergeleitet hatte – und siehe da: Der Fehler stammt nicht von mir (puh!), sondern wurde offenbar von einem allzu beflissenen Verlagsmitarbeiter »einkorrigiert«.

    Das ist ärgerlich – auch für mich als Lektor, da ich mich natürlich darauf verlasse, dass der Verlag ohne Rücksprache mit mir keine Änderungen mehr am lektorierten Text vornimmt (und dies in der Regel auch nicht tut).

    Ich hoffe, das Preisgeld wird Sie zumindest ein wenig über diesen herben Fehler hinwegtrösten,
    & grüße Sie herzlich aus Berlin
    Ihr Marcel Diel

  7. Franziska Kurtz sagt:

    Oh! :) Wie gesagt, ich lache ja drüber - alles andere ist ja schwachsinnig, schließlich kann ich nicht jedem Menschen Tipp-Ex ins Buch schmieren.

    Allerdings tut es mir Leid, Ihnen den Fehler unterstellt zu haben (obwohl ich eher dachte, dass ähnlich wie bei mir auch das Rechtschreibprogramm schuld sein könnte); lachen wir also über den Verlagsmitarbeiter? Schön, dass es noch eifrige Mitarbeiter gibt, oder?

    Vielen Dank für die Aufklärung und Grüße zurück!

  8. Myriam sagt:

    @Franziska: Bin echt gespannt auf das Buch. Ich hoffe, dass auch die Nicht-Preisträger ein Belegexemplar bekommen. Ich muss zugeben, ich lese gar nicht mehr alle Anthologien, in denen ich drin bin, aber bei dieser bin ich neugierig.

  9. Franziska Kurtz sagt:

    Doch, ich denke schon, dass jeder Belegexemplare bekommt; so weit ich weiß, bekommt man beim RMV immer sogar drei Exemplare, sobald man irgendwo vertreten ist. :)

  10. Myriam sagt:

    Immer noch kein Belegexemplar… :-(

  11. Franziska Kurtz sagt:

    Vielleicht solltest du mal beim Verlag anfragen, wenn das so lange dauert?

  12. Myriam sagt:

    Ja, werde ich in der nächsten Zeit mal tun.

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