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22.9.2009 von Franziska Kurtz.
Es ist unglaublich, wie oft ich in der letzten Woche jedes Mal, wenn ich diesen Buchtitel schreiben wollte, versehentlich getippt habe “Juli und Zeh”. Ich weiß nicht so genau, was das über mich aussagt. Aber weder Juli noch Zehen haben sonderlich viel mit dem Buch zu tun.
An sich mochte ich das Buch, es gehört zu diesen Büchern junger Autoren, in denen immer mindestens eine Person drogenabhängig sein muss und mindestens eine tot. ;) Das war auch eine der Sachen, die mich ein bisschen gestört hat. Aber die Geschichte war gut, und sie war auch gut erzählt. Von der Hauptfigur, Max, die sehr poetische Momente hatte und auch manchmal sehr abgedrehte und manchmal sehr sarkastische. Im Prinzip passieren zwei Geschichten, eine läuft in der Gegenwart ab, die andere wird in Rückblenden erzählt; und manchmal kam es vor, dass der Max aus der Gegenwart und der Max aus der Vergangenheit ein bisschen gehakt haben. Manchmal war für mich unstimmig, wie der Max, der jetzt so ist, mal so hat sein können, wie er es zum Teil in den Rückblenden war, sehr weich.

Dennoch: die Charakterisierung hat mir gefallen. Auch die Plotidee fand ich interessant, obwohl mir manches nicht ganz klar geworden ist (könnte auch daran liegen, dass ich das Buch zu Schluss relativ oft aus der Hand legen musste). Es hatte ein bisschen was von Krimi und ein klein bisschen Liebesgeschichte, sogar ein klein bisschen zweimal. Die Parallelen zwischen Gegenwart udn Rückblenden gab es, und das ist auch gut so, weil ich mir nicht sicher bin, ob die eine Geschichte ohne die andere so hätte existieren können.
Was mir wirklich gefallen hat, war, wie die Autorin die Sache von hinten aufgezogen hat, wie ich am Anfang überhaupt nichts verstanden habe - kluge Frau, die weiß, wie man den Leser an die Geschichte fesselt. Inhaltlich kann ich leider auch nicht viel Zusammenfassendes sagen, für mich ist der Inhalt immer noch so ein bisschen in der Schwebe. Vielleicht muss ich das Buch einfach noch mal lesen, mal sehen. :)
Jetzt werde ich erst mal Jane Eyre lesen, das ich mir heute gekauft habe (ich konnte einfach nicht aus der Buchhandlung gehen und es da zurücklassen!). Schreiben tu ich auch nach wie vor, immer ein bisschen, mit Write or Die. Und das hilft, einen aus so einem Kreatief rauszuholen.
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