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September 2009
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Archive für 13.9.2009

Wie war das noch?

Von wegen “nicht gesondert drüber bloggen” und “sagt schon genug aus”? Aber vergessen wir das! Ich habe mich umentschieden. Zumindest über das letzte Buch will ich jetzt doch bloggen; darüber habe ich vielleicht auch noch ein bisschen was zu sagen, was für mich selbst noch nicht abgestanden schmeckt, da ich es schließlich gerade zum ersten Mal gelesen habe.

Artemis Fowl

Und ich muss sagen, als ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich ein wenig enttäuscht. Die Figuren, die mir über fünf Bände so ans Herz gewachsen sind, schienen mir fast ein wenig fremd - oberflächlich, irgendwie, so vorhersehbar und… fad. Ich wollte es wirklich schon schade finden, dass der Autor nach fünf Büchern irgendwie verlernt hatte, den Charakteren diesen Funken Leben zu verleihen, wegen dem ich mich so in ihn verliebt habe.

Aber vergessen wir auch das! Nach kurzem Einlesen in den Plot, der mir anfangs irgendwie zu konstruiert erschien, war ich wieder absolut drin. Ich fühle mich wohl in diesem Universum, trotz seiner Gefahren und Verrücktheiten. Oder vielleicht gerade wegen ihnen. Artemis Fowl ist abgedreht (ein anderes Wort gibt es dafür einfach nicht) und aus welchem Winkel seines Gehirns Eoin Colfer jedes Mal seine Geschichten zusammenklaubt, will ich gar nicht wissen. Aber der Mann hat Fantasie.

Ich will mich eigentlich gar nicht lange in Lobeshymnen ergehen. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass es ein paar klitzekleine Momente gab, wo ich mich gefragt habe: “Ist es jetzt nicht langsam mal wieder gut mit Artemis, Mr Colfer?” und dass ich mich jetzt, wo ich fertig bin, einfach nur freue, dass das Buch so ein offenes Ende hat, weil das heißt, dass noch eins kommt. So, eigentlich. Ich könnte jetzt wieder meinen neuen Lieblingssatz benutzen. Stattdessen werfe ich mit Spoilern um mich. Achtung, Achtung, Warnung und so.

Ich liebe das Aufeinandertreffen des jungen und des älteren Artemis. Ich liebe es, dass Mulch Holly und Artemis in der Vergangenheit rettet und sich später nicht mehr daran erinnern wird. Dass Holly Artemis küsst, dass sie vorschlägt, Mulch könne ja den Lemuren heiraten, dass Mulch sagt, artenübergreifende Liebeleien wären doch was für Perverse. Ich liebe den ganzen Wahnsinn und die furchtbare Unglaubwürdigkeit der ganzen Sache, weil die das Buch so skurril macht, und während ich es auf eine Weise einfach nur lächerlich fand, hab ich mir wieder diesen Unsinn erzählen lassen.

Das ist so schön daran: dass Colfer die Welt auf den Kopf stellt und uns allen Ernstes klar machen möchte, dass es Zaubererdämonen und Grubenzwerge und verrückte Wichtelinnen gibt. Und dass man, wenn man sich drauf einlässt, einfach nur brav mit dem Kopf zu nicken und zu lesen braucht.

Hab ich schon mal erwähnt, wie sehr ich Fantasy liebe? :) Aber vergessen wir das. Ich muss schreiben gehen.

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