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29.9.2009 von Franziska Kurtz.
Morgen beginnen in Bingen die Rheinland-Pfälzischen Literaturtage 2009. (Infos dazu hier.) Am 4. Oktober findet um 14 Uhr die Vorstellung der Anthologie An den Wassern statt, sowie die Verleihung des Preises “Buch des Jahres” und eine Lesung von Hanns-Josef Ortheil. Ich werde wohl mit meinen Eltern hinfahren und mir das anschauen. :)
Das einzige, was mir bezüglich der Anthologie ein wenig Sorgen bereitet, ist, dass ich - nachdem ich den Text zum Lektor gemailt hatte - nichts mehr dazu gehört habe. Allerdings vertraue ich dem Rhein-Mosel-Verlag (der die Edition Schrittmacher herausgibt) eigentlich, dass er das nicht total verballhornt. Ein bisschen mulmig ist mir trotzdem und ich bin schon recht gespannt. Außerdem hoffe ich natürlich, dass wir ein Belegexemplar bekommen. Aber auf jeden Fall werde ich dann bald mal wissen, wie sie aussieht, die Anthologie. (Ich bin so oberflächlich.)
So, noch mal kurz und knapp:
An den Wassern/Buch des Jahres/Hanns-Josef Ortheil | 4. 10., 14 Uhr | Kulturzentrum am Freidhof, Bingen | Eintritt frei
Steht auch noch mal hier.
Geschrieben in Anthologie, Eigenes, Veröffentlichung, Lesung, Wettbewerb | 2 Kommentare »
22.9.2009 von Franziska Kurtz.
Es ist unglaublich, wie oft ich in der letzten Woche jedes Mal, wenn ich diesen Buchtitel schreiben wollte, versehentlich getippt habe “Juli und Zeh”. Ich weiß nicht so genau, was das über mich aussagt. Aber weder Juli noch Zehen haben sonderlich viel mit dem Buch zu tun.
An sich mochte ich das Buch, es gehört zu diesen Büchern junger Autoren, in denen immer mindestens eine Person drogenabhängig sein muss und mindestens eine tot. ;) Das war auch eine der Sachen, die mich ein bisschen gestört hat. Aber die Geschichte war gut, und sie war auch gut erzählt. Von der Hauptfigur, Max, die sehr poetische Momente hatte und auch manchmal sehr abgedrehte und manchmal sehr sarkastische. Im Prinzip passieren zwei Geschichten, eine läuft in der Gegenwart ab, die andere wird in Rückblenden erzählt; und manchmal kam es vor, dass der Max aus der Gegenwart und der Max aus der Vergangenheit ein bisschen gehakt haben. Manchmal war für mich unstimmig, wie der Max, der jetzt so ist, mal so hat sein können, wie er es zum Teil in den Rückblenden war, sehr weich.

Dennoch: die Charakterisierung hat mir gefallen. Auch die Plotidee fand ich interessant, obwohl mir manches nicht ganz klar geworden ist (könnte auch daran liegen, dass ich das Buch zu Schluss relativ oft aus der Hand legen musste). Es hatte ein bisschen was von Krimi und ein klein bisschen Liebesgeschichte, sogar ein klein bisschen zweimal. Die Parallelen zwischen Gegenwart udn Rückblenden gab es, und das ist auch gut so, weil ich mir nicht sicher bin, ob die eine Geschichte ohne die andere so hätte existieren können.
Was mir wirklich gefallen hat, war, wie die Autorin die Sache von hinten aufgezogen hat, wie ich am Anfang überhaupt nichts verstanden habe - kluge Frau, die weiß, wie man den Leser an die Geschichte fesselt. Inhaltlich kann ich leider auch nicht viel Zusammenfassendes sagen, für mich ist der Inhalt immer noch so ein bisschen in der Schwebe. Vielleicht muss ich das Buch einfach noch mal lesen, mal sehen. :)
Jetzt werde ich erst mal Jane Eyre lesen, das ich mir heute gekauft habe (ich konnte einfach nicht aus der Buchhandlung gehen und es da zurücklassen!). Schreiben tu ich auch nach wie vor, immer ein bisschen, mit Write or Die. Und das hilft, einen aus so einem Kreatief rauszuholen.
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14.9.2009 von Franziska Kurtz.
Heute habe ich Monika Feths Das blaue Mädchen gelesen. Und damit meine ich wirklich heute. :) Ich habe das Gefühl, das viele Lese macht mich wieder schneller. Adieu, du furchtbare Phase, in der ich so schrecklich langsam gelesen haben.
Also, das Blaue Mädchen. Vor ein paar Jahren (ich weiß aber nicht genau, vor wie vielen) habe ich das Buch schon mal gelesen und damals fand ich es total toll. Ich wollte es auf jeden Fall noch mal lesen, um rauszufinden, wie es mir jetzt gefallen würde. Mein Fazit: ein bisschen zu viel Teenager-Romanze.
An sich mag ich das Buch. Es ist nicht schlecht geschrieben und die Autorin hat sich eine interessante Thematik ausgesucht - Sekten und wie man aus diesem einheitlichen Denken und dem Zwang ausbrechen kann. Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, fand ich das noch richtig schockierend (usw. usf.), aber inzwischen finde ich, die Handlung konzentriert sich einfach ein bisschen zu sehr auf Küsschen hier und Küsschen da und Liebeliebeliebesehnsucht. Trotzdem hat es mir heute zusammen mit Cappuccino ein bisschen durch meinen erkälteten Nachmittag geholfen und ich bereue es auch nicht, das Buch jetzt noch mal in die Hand genommen zu haben. Was ich vor allem für gelungen halte: die Charakterisierung der Figuren. Ich glaube, das ist etwas, was Monika Feth wirklich gut kann.
Edit: Habe ich erwähnt, dass ich ein bisschen was geschrieben habe, das mir gefällt? Wirklich nicht viel, aber immerhin. Write or Die mache ich wohl auf jeden Fall weiter, irgendwie hilft das.
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13.9.2009 von Franziska Kurtz.
Von wegen “nicht gesondert drüber bloggen” und “sagt schon genug aus”? Aber vergessen wir das! Ich habe mich umentschieden. Zumindest über das letzte Buch will ich jetzt doch bloggen; darüber habe ich vielleicht auch noch ein bisschen was zu sagen, was für mich selbst noch nicht abgestanden schmeckt, da ich es schließlich gerade zum ersten Mal gelesen habe.

Und ich muss sagen, als ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich ein wenig enttäuscht. Die Figuren, die mir über fünf Bände so ans Herz gewachsen sind, schienen mir fast ein wenig fremd - oberflächlich, irgendwie, so vorhersehbar und… fad. Ich wollte es wirklich schon schade finden, dass der Autor nach fünf Büchern irgendwie verlernt hatte, den Charakteren diesen Funken Leben zu verleihen, wegen dem ich mich so in ihn verliebt habe.
Aber vergessen wir auch das! Nach kurzem Einlesen in den Plot, der mir anfangs irgendwie zu konstruiert erschien, war ich wieder absolut drin. Ich fühle mich wohl in diesem Universum, trotz seiner Gefahren und Verrücktheiten. Oder vielleicht gerade wegen ihnen. Artemis Fowl ist abgedreht (ein anderes Wort gibt es dafür einfach nicht) und aus welchem Winkel seines Gehirns Eoin Colfer jedes Mal seine Geschichten zusammenklaubt, will ich gar nicht wissen. Aber der Mann hat Fantasie.
Ich will mich eigentlich gar nicht lange in Lobeshymnen ergehen. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass es ein paar klitzekleine Momente gab, wo ich mich gefragt habe: “Ist es jetzt nicht langsam mal wieder gut mit Artemis, Mr Colfer?” und dass ich mich jetzt, wo ich fertig bin, einfach nur freue, dass das Buch so ein offenes Ende hat, weil das heißt, dass noch eins kommt. So, eigentlich. Ich könnte jetzt wieder meinen neuen Lieblingssatz benutzen. Stattdessen werfe ich mit Spoilern um mich. Achtung, Achtung, Warnung und so.
Ich liebe das Aufeinandertreffen des jungen und des älteren Artemis. Ich liebe es, dass Mulch Holly und Artemis in der Vergangenheit rettet und sich später nicht mehr daran erinnern wird. Dass Holly Artemis küsst, dass sie vorschlägt, Mulch könne ja den Lemuren heiraten, dass Mulch sagt, artenübergreifende Liebeleien wären doch was für Perverse. Ich liebe den ganzen Wahnsinn und die furchtbare Unglaubwürdigkeit der ganzen Sache, weil die das Buch so skurril macht, und während ich es auf eine Weise einfach nur lächerlich fand, hab ich mir wieder diesen Unsinn erzählen lassen.
Das ist so schön daran: dass Colfer die Welt auf den Kopf stellt und uns allen Ernstes klar machen möchte, dass es Zaubererdämonen und Grubenzwerge und verrückte Wichtelinnen gibt. Und dass man, wenn man sich drauf einlässt, einfach nur brav mit dem Kopf zu nicken und zu lesen braucht.
Hab ich schon mal erwähnt, wie sehr ich Fantasy liebe? :) Aber vergessen wir das. Ich muss schreiben gehen.
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12.9.2009 von Franziska Kurtz.
Kleines Update, das wahrscheinlich etwas durcheinander gewürfelt sein wird, weil ich vieles habe, über das ich was sagen könnte, aber wenig, was ich darüber sagen könnte.
Das, was mich momentan am meisten beschäftigt, ist meine Schreibblockade. Ich habe das Gefühl, dass ich einfach nicht genug Zeit habe, geschweige denn davon, nicht ausgeschlafen genug zu sein, um zu schreiben. Deshalb habe ich heute was ausprobiert: Write or Die. Und ich habe ein bisschen was geschrieben. Was ich richtig scheiße finde. Aber ich vertraue darauf, dass mit der Zeit was Gutes bei rauskommt. Außerdem habe ich mich bei NaNoWriMo (National Novel Writing Month) angemeldet, vielleicht kommt ja was bei rum. Andererseits ist das einfach nur verrückt vor mir, weil ich allein im November fünf Kursarbeiten schreibe und zwar meine ersten Kursarbeiten überhaupt.
Aus dem Grund kann ich auch leider nicht zum tja fahren - was wirklich, wirklich schade ist, weil, Leute, schaut mal auf die Gewinner! Ich kenne ein paar und ich freu mich riesig für alle, die ich kenne, und natürlich auch für alle, die ich nicht kenne. Und grade, weil ich Leute kenne, finde ich es extrem doof, dass ich dieses Jahr nicht hin kann.
Ansonsten war ich vor ein paar Tagen mit meinem Geschichts-Leistungskurs im Kino, in Inglourious Basterds. Ich persönlich fand den wirklich eklig, obwohl von rechts neben mir immer kam “neeein, überhaupt nicht!”. Vielleicht bin ich ja komisch, aber spritzendes Blut, Schießereien mit dem Maschinengewehr, das Skalpieren von Leichen und Leuten Hakenkreuze in die Stirn ritzen halt ich für etwas unappetitlich. Wie dem auch sei, obwohl der Film, vor allem was seine Gewaltszenen betrifft, wahnsinnig überspitzt war (was natürlich Absicht war, aber manchmal war es mir trotzdem ein bisschen zu viel), hat er mir ganz gut gefallen. Historisch gesehen darf man es da natürlich nicht so genau nehmen, aber interessant war er trotzdem. Vor allem die Dialoge, also die subtileren Teile, mit ihrem Psychoterror, waren wirklich gut. Ich fand es toll, wie die richtig in die Länge gezogen wurden - dieser Kontrast zwischen den überladenen Gewaltszenen und den simpel aber genial gemachten Dialogen mochte ich.
Was mich übrigens außer Schule noch vom Schreiben abhält, ist, zugegebenermaßen, wahrscheinlich Artemis Fowl. Ich habe gerade die ganze Buchreihe noch mal gelesen und bin jetzt beim sechsten Teil angekommen, dem einzigen Teil, den ich noch nicht gelesen hatte. Ich habe ganze Nachmittage mit den Büchern auf der Couch verbracht - ich liebe sie einfach. Trotzdem werde ich nicht gesondert über sie bloggen; ich halte Artemis Fowl einfach für tolle Fantasy, witzig, gut geschrieben, dramatisch genug, um zu fesseln. Dass ich für keins der Bücher trotz Schule länger als zwei bis drei Tage gebraucht habe, sagt, glaube ich, schon genug darüber aus. (Und nein, damit meinte ich jetzt nicht ausschließlich, dass sie einfach zu lesen sind. :D)
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