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1.4.2009 von Franziska Kurtz.
Knife von R. J. Anderson trägt den Untertitel ‘no ordinary fairytale’ - und das entspricht ganz gewiss der Wahrheit. Ich habe das Buch innerhalb von fünf Tagen durchgelesen, was ich schon lange nicht mehr mit einem Buch geschafft habe. Und ich habe mich sehr in dieses Buch verliebt.
Vielleicht merkt man Knife das Kinderbuch ein wenig sehr an - aber ich mag Kinderbücher, weil sie Vertrauen darin haben, dass der Leser ihnen glaubt. Diese Geschichte hat einen sehr einfach-naiven Ton, hinter dem sich eine eigentlich komplexe Geschichte versteckt. Das Feenmädchen Knife wird zur Jägerin der Königin bestimmt - das heißt, sie darf als eine von wenigen Feen die Eiche verlassen, in der das Feenvolk lebt. Draußen bekämpft sie Krähen und Füchse und landet irgendwann - mit verwundetem Flügel - im Schoß des jungen Mannes mit dem silbernen Thron auf Rädern. Und beginnt zu verstehen, dass nicht alles, was sie für so selbstverständlich hielt, auch so selbstverständlich ist.
Es ist wahnsinnig schön anzusehen, wie sich der Mensch und die winzige Fee näher kommen, beide irgendwie “behindert”, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Ich habe einmal am Stück atemlos hundert Seiten gelesen, weil ich nicht mehr wegkam von dieser Beziehung, die eigentlich so unmöglich und seltsam, auf der anderen Seite aber auch so - magisch ist. Während Paul und Knife Freunde werden, entdecken sie gemeinsam, was die Feen mit den Menschen verbindet und wie wichtig diese Verbindung ist.
Was mir besonders gefallen hat, ist dieser einerseits naive und andererseits so starke Glaube, dass man alles irgendwie wieder gut machen kann, der sich durchs Buch zieht. Deswegen und noch aus vielen weiteren Gründen ist Knife auf jeden Fall eines der Bücher, die ich mit Sicherheit noch öfter lesen werde. Und einer dieser vielen Gründe ist das:
“‘How could this happen?’ [Knife demanded].
‘Well, I don’t want to leap to any conclusions,’ said Paul […], ‘but I think magic may have been involved.’ “
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