Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Kurtzschluss für Februar, 2009.

Februar 2009
M D M D F S S
« Jan   Mrz »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
232425262728  

Archive für Februar 2009

Lesung - Literarisches Jungblut

Für den 18. März ist in Ingelheim eine Lesung geplant mit der gleichen Gruppe wie auch im LOMO im Mainz - also mit Sebastian Meineck, Christine Börsch-Supan, Anna-Theresia Bohn und Stefan Hochgesand, so wie mit meiner Wenigkeit, wenn terminlich alles klappt.

In naher Zukunft kommt dann noch mal ein Erinnerungseintrag mit allen wichtigen Eckdaten, auch wenn ich nicht mitlesen sollen könnte. Aber für alle, die es interessiert, schon mal: Termin frei halten!

Erkenntnisse und neue Seiten

Nachdem ich mehr als eine Stunde lang Mathe gepaukt habe - was alle Rekorde bricht, weil ich sonst keine Lernerin bin - habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass man um einiges entspannter in eine (Mathe-)Arbeit geht, wenn man nicht oder kaum gelernt hat. Um den Kopf wieder ein wenig frei zu bekommen, hab ich mal am Blog gebastelt.

Ich hatte ja von einer Buchliste geredet - ich habe mich entschlossen, dafür eine eigene Seite einzurichten. Am Ende jeden Jahres wird die dann “aus dem Weg geräumt” und in einem Beitrag gepostet, bevor ich eine neue anfange. Außerdem habe ich mich entschieden, das Gleiche auch mit meinen Texten zu machen. Nebenher werde ich aber beide Listen mehr oder weniger kommentieren - die Buchliste durch Buchrenzensionen, die Textliste durch Auszüge (wie ich das bisher sowieso gemacht habe).

Und selbst wenn es keinen interessieren sollte, so sieht mein Blog wenigstens aus, als hätte er Inhalt. ;) Aber jetzt ruft mich die Hausarbeit (leider ziemlich eindringlich). Einen neuen Text wird es wohl frühestens nächste Woche geben, da ich übers Wochenende für vier Tage in die Niederlande fahre. Auf bald!

Sebastian Meineck online

Die gewinnbringendste Werbung ist die Eigenwerbung. Die, bei der man sich am nettesten fühlt, ist die Werbung für andere. Heute will ich mich nett fühlen. Denn einer meiner liebsten “Kollegen” - zweimal gemeinsam tja, viermal gemeinsam Anthologie, dreimal gemeinsam Berlin und hoffentlich noch viel mehr gemeinsam - ist jetzt auch online. Auf Sebastian Meinecks Seite gibt es nicht nur Neuigkeiten über das, was er grade macht, sondern auch Berichte über das, was war, Leseproben aus seinen Texten und einen Blick auf das, was er ist.

Was Sebastian macht: tolle Textkritik geben, gute Kurzgeschichten schreiben, zum Interpretieren zwingen und böse Weihnachtsmails versenden. Also: anklicken, lesen, weitersagen.

la mer

Dass ich wenig produktiv bin, ist eine Tatsache. Dass ich ungern zu mehreren Wettbewerben den gleichen Text einschicke, ist eine andere. Und die letzte für diesen Eintrag relevante ist, dass es momentan mehrere interessante Wettbewerbe gibt, die aber nicht zum Sankt-Nimmerlein-Tag laufen. Und deshalb heißt es für mich: produktiv werden.

Ich will es versuchen. Meine größten Feinde im Wettlauf mit der Zeit: meine Müdigkeit. Meine Faulheit. Das Internet. Aber Müdigkeit ist auch nicht immer schlecht, weil ich beim Einschlafen (oder zumindest bilde ich es mir ein) hin und wieder die besten Ideen habe. So ist la mer entstanden, bzw. die ersten Szenen, die ich gebraucht habe, um rundherum noch ein paar Dinge drapieren zu können, die das ganze zu einer Geschichte machen. Man nehme eine Themenvorgabe (”An den Wassern”) und einen Wettbewerb. Herausgekommen ist was, und nachdem ich es noch ein bisschen kritisch beäugt habe, werde ich es wahrscheinlich einschicken. Aber erst mal:

ich bin süßwasser, sagt sie. und fügt hinzu: du bist salzwasser. die meisten menschen zieht es zum meer. manchmal bricht akzent ihre worte, nur ganz leicht, wie ein stein im fluss, an dem sich das wasser kurz stößt, bevor es darüber hinweg fließt.

wenn ich müde bin, geht sie hinunter zum bach und wenn sie zurückkommt, hat sie die rocktaschen voller glattgeschliffener steine. ich habe sie geküsst, sagt sie und legt sie mir an die wange. manchmal sind sie noch feucht und sie fühlen sich an wie kühle finger auf der haut.

die küche ist überschwemmt, sage ich, ich habe nasse füße bekommen. du bist empfindlich, sagt sie und stößt sich am pf. ich trage ihr handtücher in die küche hinterher. sie steht barfuß im wasser und wackelt mit den zehen und ich bekomme große lust, ihre sommersprossen zu zählen. jetzt haben wir unseren eigenen see, sie grinst, dass ich die lücke in ihrer oberen zahnreihe sehe. bring mal mehr tücher.

ich habe immer angst vor alltag, denn alltag ist grautag. die schönen tage sind die steintage mit dem vom gras feuchten rücken und den tropfen, die von ihrer haut perlen, ohne dass die sommersprossen schlierig werden. ich bin gar nicht ausgewandert, sagt sie. nein, ich bin nur weitergeflossen.

(Aus la mer, Februar 2009)

Buch lesen, Buch führen

Ich habe das schon viele Leute machen sehen - Buch führen über die Bücher, die sie lesen. Eigentlich wollte ich das vor ein, zwei Jahren auch mal anfangen, aber dann ist es wieder untergegangen. Aber weil ich gerne nach einiger Zeit auch noch wissen möchte, was ich gelesen habe, wann ich es gelesen habe und wie ich es zu dem Zeitpunkt fand, werde ich dieses Jahr doch damit anfangen. Und das Gute ist, wenn man so was einmal öffentlich gesagt hat, kann man sich nicht mehr so leicht davor drücken.

Auf dem Programm steht viel Fantasy (zumeist auf Englisch), Sachen, die man mehr oder weniger “gelesen haben sollte” und der ein oder andere Roman, der mich angesprungen hat - sowie einige Bücher zum zweiten, dritten oder vierten Mal, weil sie so schön waren, so vergessen sind oder meine selbst auferlegte Pflichtlektüre.

|